วันศุกร์ที่ 23 ธันวาคม พ.ศ. 2554

Gewissens-Bissen: Tierethik und Esskultur Gutes Produkt


Betrifft es nicht uns alle?, Das Vorwort von Hermann Nitsch ist komplett klein geschrieben, die ist zu Beginn etwas eigenartig zu Lesen, ändert sich jedoch mit der Zeit.

Die Einteilung des Buches in drei Gruppierungen ist recht interessant. Zu Wort kommen Christoph Wagner, Rudolf Winkelmayer und Eva Maria Maier.


C. Wagner, ein Autor und Publizist stellt sich der Frage, ob Genießen Sünde sein kann. Dieses Kapitel ist etwas langatmig.

R. Winkelmyer ist Tierarzt und zeigt sehr sachlich auf was so alles vor sich geht, von dem der Konsument nicht viel erfährt. Ein interessantes Kapitel über Themen die uns alle betreffen. (Tierhaltung, Bio, Verpackung, Tipps, ...)

Frau E.M. Maier, eine Rechtsphilosphin schreibt hier sehr schön über Tierethik. Ein besonders interessantes, informatives Kapitel.

Für alle Menschen die sich auch nur ein bißchen mit unserer Ernährung und den dahinterliegenden Themen bzw. Problematiken beschäftigen möchten ein sehr gutes Buch.
Von Tierethik und Esskultur, Das Buch Gewissens-Bissen ist ein Gemeinschaftswerk von drei Personen aus dem Lebensmittelbereich. Unsere alltägliche Esskultur sowie die damit verbundene Tierethik werden aus der Sicht eines Gourmetkritikers, eines Veterinärmediziners sowie Lebensmittelexperten und letztendlich einer Juristin sowie Rechtsphilosophin bewertet.

Dem Vorwort kann ich, ebenso wie mein Vorredner, nicht wirklich viel abgewinnen. Da es sich jedoch bloß um ein paar Seiten handelt tut dies dem Gesamtwerk keinen Abbruch.

Deutlich interessanter wird es sobald man zum Hauptteil der drei Autoren gelangt ist. Sicherlich werden Leser, die aus der Lebensmittelbranche stammen weniger oder keine Neuigkeiten finden. Aber manchmal hilft es schon sich mit Missständen bewusst auseinander zusetzten und sich diese in Erinnerung zu rufen.
Der erste sowie letzte Teil wagt sich an das Thema unserer gegenwärtigen Esskultur eher aus philosophischer Sicht. Wohingegen der mittlere Abschnitt verstärkt mit Fakten und Zahlen versucht auf die Problematik hinzuweisen. Dieser ist auf alle Fälle der beste und informativste Teil.
Für den Normalverbraucher, der sich mit diesem Thema näher beschäftigen möchte und zukünftig mit besserem Gewissen einkaufen will kann das Büchlein zweifelsohne ans Herz gelegt werden.
Sehr sachlicher Ton,
Nach einem etwas gewöhnungsbedürftigen Vorwort von Hermann Nitsch (der komplette Part ist klein geschrieben, was doch sehr verwirrt, auch bleibt sein Statement nicht so recht hängen) zeigt sich das Buch ist drei Etappen::

1.Gourmetkritiker Christoph Wagner

Wenn man seine Erwartungshaltung, die der Titel verspricht, komplett außen vor lässt, und eher neutral an die Sache" (darf man das eigentlich so schreiben - Sache"(?), wenn es um Lebewesen geht? Mit diesem Ausdruck passe ich mich allerdings sehr an den Stil dieses Kapitels an) herangeht, dann - vielleicht - kann man den Sätzen von Herrn Wagner etwas abgewinnen.

Herr Wagner widmet sich grundsätzlich der Sache, ob Genießen Sünde sein kann. Etwas irritierend - wie ich finde - denn hier wird von vornherein der Konsum von Fleisch vorausgesetzt, um überhaupt genießen zu können.
Gegenfrage: Müssen alle Vegetarier bei Wasser und Brot schmachten?

Mir stellte sich beim Lesen doch sehr häufig die Frage, warum der Gourmet als solches hier derart verherrlicht und selbstverliebt - sogar mit göttlichen Befugnissen, wie sich später herausstellen sollte- dargestellt wird.
Pflichtlektüre für Fleischesser, Das Thema ob man Fleisch essen soll, kann oder darf wird in drei Teilen abgehandelt.
Im ersten Teil werden vom - leider viel zu früh verstorbenen - Autor Christoph Wagner aus der Sicht des Feinschmeckers Fragen zum Fleischgenuss spannend, allerdings teilweise sprachlich schwer verständlich, abgehandelt. Er fragt sich, wieso eine fleischessende Gesellschaft, die das Leid der Menschheit via TV und Internet millionenfach in die Haushalte überträgt, ein Problem mit dem Tierleid haben sollte. Sehr interessant sind auch seine Antworten auf Fragen wie z.B.
Wider die Verdrängung, Seit meiner frühesten Kindheit esse ich weder Fleisch noch Fisch - genau wie meine ganze Familie. Ich bin sozusagen fleischlos sozialisiert. Deshalb ist mir oft nicht bewusst, wie viel Fleisch gegessen wird und folglich auch "produziert" werden muss.
Darum geht es unter anderem in diesem Buch.

Die Texte sind - da muss ich mich einigen meiner Vorrezensenten anschließen - tatsächlich sehr unterschiedlich.

Das Vorwort des Aktionskünstlers Hermann Nitsch hat mir nicht so viel gesagt. Mich hat die Kleinschreibung zwar nicht gestört, aber bei mir ist inhaltlich nicht wirklich viel hängen geblieben. Ich hatte etwas den Eindruck, dass da jemand ein Vorwort schreibt, weil man ihn einfach darum gebeten hat.

Christoph Wagners Text finde ich ziemlich daneben. "Kann genießen Sünde sein?" fragt der Gastrosoph und antwortet ziemlich selbstverliebt mit einem wackeligen "nein". Wackelig, weil der Verfasser von Gourmetkolumnen und Restaurantkritiken natürlich auch nicht alle Grausamkeiten gutheißen darf... Aber wenn ich in seinem "Kleinen tierethischen Katechismus für Gourmets" lese: "Ich bin zu einer Kaviarparty eingeladen, bei der verschiedene Arten von Kaviar aus dem Kaspischen Meer verkostet werden. Ich weiß, dass das tierschützerisch und umweltpolitisch prolematisch ist. Soll ich die Einladung annehmen? - Wenn Sie Kaviar mögen, dann gehen Sie ruhig hin. Ihre Freunde würden den ohnedies schon eingekauften, guten Kaviar sonst nur ohne Sie aufessen." (S. 51) Soll das lustig sein? Für solche Witze habe ich leider kein Verständnis. Und so funktioniert Ethik nun mal nicht... Einige ganz gute Vorschläge bringt Wagner ja dann doch, wenn er z.B. vorschlägt, auch Kindern wieder zu zeigen, wie ein Tier geschlachtet wird, damit es einfach den Bezug zu seiner Nahrung nicht verliert. Es geht hier nicht darum, Kindern seelische Grausamkeiten zuzumuten, sondern ihnen einfach zu zeigen, wie es läuft. Ich habe als Kind auch beim Schlachten zugesehen - bin allerdings nicht deswegen zum Vegetarier geworden.


Eine unverzichtbare Lektüre.

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